In einem Geschäftsumfeld, das sich schneller als je zuvor verändert, muss sich die Unternehmensleitung zunehmend mehr auf IT-Technologie verlassen können, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Die IT kann hier als Ermöglicher solch großer Transformationen eine wesentliche Rolle spielen. Als CIO hat man die entsprechend große Chance an der Gestaltung der Transformation des gesamten Unternehmens aktiv mitzuwirken.

Um diese Gestaltungsmöglichkeit von Anfang an in die richtige Bahn zu lenken und aktiv die Transformation des Unternehmens voranzutreiben sind zum Start eines neuen CIOs die ersten 100 Tage sehr maßgebend.

Auf dieser Basis ist ein Strategiepapier – oder in diesem Fall eher eine Art Workbook – entstanden, welches die ersten Tage als CIO strukturiert und hilfreiche Tipps zum Sondieren, Analysieren und ersten Umsetzungen gibt.

Von der Stakeholderanalyse in Phase 1 („Vorbereiten & Einstimmen“) über hilfreiche Vorgehensweisen und Tipps zur Begrüßung und Antrittsrede startet die Reise in den ersten Tagen mit vielen Mitarbeitergesprächen inkl. Checkliste und als Add-On eine Skill-Matrix zum Selberausfüllen. Diese ist sehr hilfreich, um zum einen zu erkennen, welche Skills überhaupt nötig sind und zum anderen in Bezug auf das Matching zu dem bestehenden Personal. Damit ist die Phase 2 des „Sondierens & Beobachtens“ schon nach ca. 10 Tagen abgeschlossen.

Die Phase 3 widmet sich von Tag 11 bis ca. Tag 30 dem Thema „Wo stehen wir eigentlich wirklich?“ (die sogenannte Analysephase). Hier steht zu Beginn als Hilfsmittel ein IT-Assessment mit Fragenkatalog zur Verfügung. Hier erfahren Sie zum ersten tiefgehend wo die IT aktuell steht. Dieses Wissen sollten Sie nun unbedingt mit Ihrem Vorgesetzten teilen, denn spannend ist die Frage wie er das einschätzt und ob Ihr ersten Erkenntnisse ähnlich gesehen werden oder abweichen? Daher steht ungefähr zu Tag 15 eine Klärung der Ausgangssituation und der Ziele mit Ihrem Vorgesetzten auf dem Programm.

Wenn Sie Klarheit und idealerweise eine ähnliche Sichtweise wie Ihr Vorgesetzter auf die Lage haben, dann sollten Sie unbedingt die Gespräche mit den Fachbereichsleitern suchen: Ziel: Herausfinden wie die Fachbereiche die IT einschätzen, was fehlt, was könnte besser sein, was läuft schon ganz gut?

Mit diesen ganzen Erkenntnissen kann nun ein wesentlicher Schritt erfolgen. Um Tag 20, nach ca. einem Monat, können Sie einen ersten Schritt in Richtung Zielbild der IT mit der Geschäftsleitung gehen. Dazu ist schon länger ein Kurz-Workshop geplant, in dem Sie Ihre ersten Erkenntnisse präsentieren und gemeinsam erarbeiten was die groben Ziele der IT sein sollen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, gemeinsam zu klären, welche Rolle die IT und damit Sie als CIO eigentlich haben müssen, damit ein solches Zielbild realistisch erreicht werden kann.

Damit beginnt nun auch schon die Umsetzungszeit in Phase 4 (ab ca. Tag 31). Mit den gewonnen Erkenntnissen können Sie eine erste IT-Roadmap erstellen und sich dazu idealerweise mit Ihrer gesamten IT-Mannschaft einen oder zwei Tage einschließen. Ziel: Haben wir alle die gleiche Vorstellung von der Ausgangssituation? Passt das Zielbild der Geschäftsleitung mit unseren Vorstellungen überein? Wie kann ein Weg zu diesem Zielbild aussehen?

Damit ist das Fundament nicht nur für erfolgreiche ersten 100 Tage gelegt, sondern vor allem eine strategisch kluge und im Sinne des Unternehmens sowie der Geschäftsleitung gemeinsam entwickelte Zielrichtung für die IT.

Hilfreich sind in jeder Phase auch die Hinweise zu den notwendigen Terminvorbereitungen mit Geschäftsleitung, Fachbereichsleitern, Betriebsrat und anderen Stakeholdern.

Auch wenn Sie nicht gerade neu in Ihrer Position sind, so kann dieses Workbook doch einige Tipps zur Strukturierung des Arbeitsalltages geben. Ich wünsche Ihnen daher viel Erfolg mit diesem Workbook und direkt umsetzbare Erkenntnisse.

Ach ja: Herunterladen kann man es hier!

Es grüßt Sie herzlich

Volker Johanning

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